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50 Jahre aktiver Wettkämpfer
„Rescue 2008“ ist auch in Sachen Teilnehmeralter eine Rekordveranstaltung


Warnemünde – Stellen Sie sich vor: Sie sind 73 Jahre alt, seit rund 50 Jahren bei Familie "Hole" und "Grundheber" auf Erfolgskurs.Rettungsschwimmwettkämpfen aktiv und in diesem Alter sogar Weltmeister im 1km Beach Run und im Surf Race. Dr. Gerhard Hole von der DLRG Remagen kann mit noch einigen Superlativen mehr aufwarten.

Und er war nicht der einzige. Am zweiten Tag der Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen stieg mit dem schönen Wetter die Laune der Athleten und sammelten einige Teams weiter kräftig Medaillen. Den Höhepunkt des Tages bildeten die Entscheidungen bei den Härtesten der Rettungsschwimm-Senioren, den Finalläufen im Oceanman und Oceanwomen.

Zurück zu Gerhard Hole. Er reiste nicht allein nach Warnemünde. Gemeinsam mit Frau Ute und den Söhnen Frank und Burkhard tritt er bei den Wettkämpfen an. Auch Dr. Antje Grundheber, die am Sonntag den Eid der Athleten bei der Eröffnungsfeier in Warnemünde sprach, gehört zur Familie Hole. Sie selbst hat ihre drei Söhne mit zu den Weltmeisterschaften gebracht. Allerdings startet Antje Grundheber für die Ortsgruppe Ingolstadt, die durch sie gegründet wurde.

Insgesamt holten die Familien Hole und Grundheber bisher acht Titel, darunter fünf erste Plätze. Bei all der Erfahrung, die allein Gerhard Hole vorweisen kann, ist das kaum eine Überraschung. Ungefähr seit 1960 treten er und seine Frau bei Wettkämpfen der Rettungsschwimmer auch auf europäischer Ebene an. Seit 1990 waren sie bei allen Weltmeisterschaften mit dabei, so auch in Italien 2004 und im Jahr 2006 in Australien.

Temperaturen um 19°C steigerten die Leistungen der Athleten, die auch noch am Ende des Wettkampftages über Kraftreserven verfügten. Bei den Oceanmen und Oceanwomen, der Königsdisziplin der Rettungsschwimmwettkämpfe, lagen 300m Brandungsschwimmen, 400m Schwimmen auf dem Rettungsbrett und 500m Paddeln auf dem Rettungskajak vor den Damen und Herren und der Ziellinie zum Weltmeistertitel. Ausgetragen wurden jeweils sieben verschiedene Altersklassen. Allein die Mannschaft aus Freshwater, Australien, konnte zwei Mal den Titel der Oceanman erlangen. Paul Lemmon in der Altersklasse 40 bis 44 Jahre und Peter Obern in der Altersklasse 45 bis 49 wurden Weltmeister. Dass die Rettungsschwimmer eine große Familie sind zeigte sich in einem besonders traurigen Moment des Tages. Die britische Mannschaft aus Perranporth gab unter großer Anteilnahme den Tod eines Teammitgliedes bekannt, der kürzlich einer langjährigen Krebserkrankung erlag – der Lifeguard wollte bei der WM starten.

 

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