Kurzbeschreibung:
In einem 1767 erbauten Fischerhaus in der sog. "Achterregg"
(Hinterreihe),
hat das Heimatmuseum Warnemünde sein Domizil gefunden.
Auf einer Fläche von ca. 220 qm, die man diesen
kleinen Haus zunächst nicht ansehen kann, werden
den Besuchern Exponate und Informationen über die
Geschichte der Fischerei und Seefahrt, über das
Lotsenwesen und die Seenotrettung sowie über die
Entwicklung von Warnemünde zum Badeort anschaulich
dargestellt.
Außerdem können die Gäste durch die
Besichtigung der "Vörstuw" (Stube), der
"Koek" (Küche), "Achterstuw"
(Schlafraum) und der seitlichen "Däl"
(Diele) im denkmalgeschützten Haus einen unmittelbaren
Eindruck gewinnen, wie die Warnemünder am Ende
des 19. Jahrhunderts in diesen Häusern gelebt haben.
Aktuelle Sonderausstellung
„Von der Wiege bis zur Bahre – Sitten – Bräuche – Lebensläufe“
Dauer der Ausstellung: 8. Juli bis 31. Dezember 2006
Eröffnung: 07. Juli 2006, 17.00 Uhr, Heimatmuseum Warnemünde
Das Zusammenleben von Menschen ist in vielerlei Hinsicht von Bräuchen geprägt. Sie stillen die Sehnsucht nach Verankerung, schenken uns bleibende Erinnerung, strukturieren den Jahreslauf und markieren Höhepunkte im Lebenslauf. In der Gemeinschaft gewachsene Lebens- und Arbeitsformen sind aus volkskundlicher Sicht interessant, da sie Aufschlüsse über Mentalität, Kultur, Sprache und Eigenarten im Zusammenleben der Bewohner geben.
Im Mittelpunkt unserer neuen Ausstellung stehen die wichtigsten Stationen im Lebenslauf wie Geburt, Taufe, Hochzeit, Tod und Beerdigung. Insbesondere die speziellen Warnemünder Bräuche, welche die Menschen auf ihrem Weg von der Wiege bis zur Bahre begleiteten, werden den Besuchern anschaulich vermittelt. Selten gezeigte Exponate wie Taufkleider, Patenbriefe, das Totenkreuz der Jungfrauen, Haubenschachteln aus dem 18. /19. Jahrhundert, das Brautkleid einer „schwarzen Braut“ und zahlreiche selbst geschnitzte Minnegaben sind in dieser Ausstellung zu bewundern. Ergänzt werden die Bestände des Heimatmuseums durch einige Leihgaben aus Privatbesitz in Form von historischen Fotografien und Dokumenten.
Einige der Bräuche werden den Besuchern vielleicht noch in Erinnerung sein, andere erscheinen sicher befremdlich und regen zum Nachdenken, vielleicht auch zum Schmunzeln an. Aber es sind Traditionen, derer wir uns bewusst werden sollten, damit wir diese ein wenig besser verstehen.
Parallel erscheint eine Begleitbroschüre zum Ausstellungsthema.
Anspruch auf Vollständigkeit hat weder die Ausstellung noch das Begleitheft. Für weitere Hinweise und Ergänzungen sind wir dankbar.
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