...hören die Feiertage gar nicht auf? Kaum hatten wir den 1. Mai, Himmelfahrt und Stromerwachen hinter uns gebracht, da geht es mit Pfingsten schon wieder weiter. Pfingsten das Fest im Grünen! Pfingsten hatte immer schon das „gewisse Etwas“ an sich. Finden Sie nicht auch?
Da fällt mir doch gleich eine kleine Story ein, die mir ein Pfingstfest so richtig versaute. Zwei Freunde und ich hatten drei bildhübsche (aus damaliger Sicht) Mädchen aufgetan, die bereit waren, mit uns einen Pfingstausflug zu machen. Dazu charterten wir uns extra einen LKW, den wir mit Maigrün und Decken ausschmückten, um dann in die geheimnisvolle Rostocker Heide zu fahren. Dort wollten wir picknicken. Eigentlich weiter nichts Besonderes, was Sie als Leser natürlich nicht glauben werden. Und es wurde doch ein besonderes Pfingsterlebnis!
Kaum in der grünen Heide angekommen brach der blaue Himmel auseinander und ein Platzregen allergröbsten Kalibers ging auf uns nieder. Gut, wir hatten eine Plane und auch ausreichend Essen mit dabei, es gab Frühkartoffelsalat mit Bockwurst. Doch dann begann die Ladefläche des LKW’s abzusaufen. Wir mussten zu sechst ins Führerhaus flüchten. Feucht wie wir waren. Es kam keine rechte Stimmung auf, obwohl sich die Mädchen eng an uns schmiegten. Aber sie waren irgendwie verärgert. Der Regen hörte einfach nicht auf.
Als wir uns dann endlich entschlossen, nach Hause zu fahren, sprang der LKW sprang zwar sofort an, aber die Räder drehten durch. Ich schaute aus dem Fenster. Wir standen in einem kleinen Binnensee. Im zweiten Gang drehten sich die Räder zwar schneller, aber der Wagen blieb trotzdem stehen. Die Mädchen begannen jetzt echt zu meckern. Unflätig beschimpften sie uns. Es blieb nun nichts weiter übrig, als auszusteigen, um den Wagen zu schieben. Kein Mädchen half uns! In dem Morast sahen wir nach wenigen Minuten aus, wie Wildschweine. Endlich erfassten die Räder eine Baumwurzel und wir rollten. Die Räder drehten noch ein paar Mal durch und der Schlamm fegte in unsere Jungmännergesichter. Endlich erreichten wir die feste Straße mit jetzt drei laut keifenden Weibern. Ich fand keine mehr sexy.
Seither habe ich mir geschworen: Pfingsten nur noch im Vier-Sterne-Restaurant zu verbringen und niemals wieder von einem Pfingstausflug träumen. Soviel aus meinen Erfahrungsschatz zum Pfingstfest, Ihr Warnemünder Gerhard Martens
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